Herzlich willkommen bei der Initiative Stolpersteine für Heidelberg, wir freuen uns über Ihr Interesse an unserem Projekt!

 

 

Achte Stolpersteinverlegung in Heidelberg

 

32 Heidelberger Opfern des NS-Regimes werden „die Namen zurückgegeben“, wie es der Künstler Gunter Demnig, Initiator der Stolpersteine, formuliert.

Freitag, 6. Oktober 2017

Verlegung der Stolpersteine an folgenden Orten:

09:15 Uhr Häuselgasse 28                                         Familie Bodem

10:00 Uhr Bunsenstraße 7                                          Familie Kahn

10:30 Uhr Bergheimer Straße 118                               Familie Gutmann

11:00 Uhr Brückenstraße 4                                          Familie Weiner

11:20 Uhr Steubenstraße 36                                       Familie Meyer

11:50 Uhr Plöck 40                                                      Doris Baum

                                                                   Karoline Borchardt

                                                                   Dr. Dora Busch

                                                                   Dr. Eugen Ehrmann

                                                                   Dr. Berta Eisenmann

                                                                   Margot meyer

                                                                   Helene Preetorius
12:20 Uhr Hauptstraße 123                                        Familie Simon

anschließend Mittagspause

14:15 Uhr Gedanken und Musik zur 8. Stolpersteinverlegung

Hölderlin-Gymnasium, Plöck 40

 

Die Stolpersteininitiative trifft sich jeden 2. Dienstag im Monat um 19:00 Uhr in der Volkshochschule Heidelberg, Bergheimerstraße 76.

 

Sie finden uns im Programmheft der VHS unter "Abteilungsleitung Gesellschaft"  Kurs 1112 Stolpersteine gegen das Vergessen/Initiative Stolpersteine für Heidelberg

 

Neu-Interessenten sind jederzeit herzlich willkommen!

 

     

Die Initiative

Stolpersteine Heidelberg

 

hat das Buch

Stolpersteine in Heidelberg herausgegeben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

192 S., über 100 Abb. Broschur 23 x 16 cm, Ladenpreis 15,00 Euro

ISBN 978-3-924566-65-4

 

erschienen im

Kurpfälzischen Verlag

Heidelberg

www.kurpfaelzischer-verlag.de

 

 

 

 

 

 

 

 

152 Stolpersteine erinnern inzwischen in Heidelberg an Bürger und Bürgerinnen, die während der NS-Zeit verfolgt, vertrieben, ermordet worden sind: an Juden, Homosexuelle, politisch Verfolgte, Zeugen Jehovas und "Euthanasie"-Ermordete.

In diesem ersten Band wird von 120 Einzelschicksalen berichtet. Soviele Steine wurden von 2010 bis 2015 in dieser Stadt verlegt.

Mitglieder der Initiative, Schüler und Studierende der Universität Heidelberg erarbeiteten die gut recherchierten Bei-träge.

Die Biografien werden ergänzt durch Ex-kurse zu speziellen Themen, die Heidelberg betreffen, durch eine Zeittafel, die die Er-eignisse und Verfolgungsmaßnahmen in Heidelberg aufzeigen sowie durch verschie-dene Register (Personen-, Straßen- Ge-burtsort- und Ortsregister).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verlegung von Stolpersteinen als Teil der „Kultur des Erinnerns“ in Heidelberg

 

Seit März 2008 gibt es in Heidelberg eine Initiative von Bürgerinnen und Bürgern, die sich regelmäßig in den Räumen der Volkshochschule trifft und die sich dafür einsetzt, dass auch in dieser Stadt Stolpersteine zum Gedenken an verfolgte und ermordete ehemalige Bürgerinnen und Bürger verlegt werden.

Stolpersteine sind kleine Gedenksteine, die vor den einstigen Wohnhäusern von NS-Opfern in das Straßenpflaster verlegt werden. In die 10 mal 10 cm großen Messingplatten sind die Namen, Lebensdaten und Hinweise auf das Schicksal des jeweiligen Opfers eingraviert. Die Steine werden seit 1996 auf Initiative von Bürgern zusammen mit dem Kölner Künstler Gunter Demnig verlegt.

In mehr als 600 Gemeinden in Deutschland und im benachbarten Ausland sind bisher über 28000 solcher Steine verlegt worden. In Berlin, in Freiburg und Hamburg, aber auch in unserer Region in Karlsruhe, Mannheim, Ludwigshafen, in Ladenburg, in Hemsbach und Weinheim z.B.

Wir erkennen an, dass die Stadt Heidelberg bereits viel für das Erinnern an die Opfer der NS-Zeit getan hat. Stolpersteine sollen diese Erinnerungsarbeit e r g ä n z e n.

Sie sind Zeichen von Lebensspuren im Alltag und erinnern an die Verbrechen der Nationalsozialisten an den Stellen, wo die Verfolgten und Ermordeten gewohnt und gelebt haben, nämlich mitten in der Stadt. Sie erinnern an
e i n z e l n e  P e r s o n e n und zeigen durch ihre d e z e n t r a l e  Verteilung, wie sehr die Verfolgten Teil der Gesellschaft waren.Sie schärfen das Bewusstsein von der „Zerbrechlichkeit der Zivilisation“ (Jutta Limbach).

Die Verlegung von Stolpersteinen ist ein Prozess, an dem sich viele beteiligen können. Beispiele aus anderen Gemeinden zeigen, dass die Mitarbeit von Schülern mit ihren Lehrern oder auch von Jugendgruppen bei der vorbereitenden Erarbeitung einzelner Biographien zu einem lebendigen und eindrücklichen Geschichtsunterricht werden kann.

Bei der Verlegung von Stolpersteinen sollen auch solche NS-Opfer berücksichtigt werden, deren bisher weniger öffentlich gedacht worden ist (z.B. Zeugen Jehovas und Gewerkschafter und sogenannte "Asoziale").

Ein Stolperstein wird verlegt, wenn jemand die Patenschaft, d.h. die Kosten für die Herstellung und Verlegung (120.-Euro) übernimmt. Der Stadt entstehen also keine Kosten. Die Initiative hat bereits die Zusage von Patenschaften für weitere Gedenksteine, die an ehemalige Heidelberger Bürger und Bürgerinnen erinnern sollen.

Selbstverständlich werden Stolpersteine nicht gegen den Willen von Angehörigen von Opfern verlegt. 

 

Wir bedanken uns herzlich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern des Projektes für ihren Einsatz während der vergangenen Jahre.

Die Mitglieder des Gemeinderates haben am 15. April 2010 einstimmig (bei einer Enthaltung) für die Verlegung von Stolpersteinen votiert.