Max Samuel Press und seine Frau Sophie 1927
Max Samuel Preß (oder Press) wurde am 1. März 1904 in Karlsruhe geboren als Kind von Hirsch Press und Sara Press, geb. Simon. Im elterlichen Haushalt befindet sich zeitweise auch Jakob Preß unter gleicher Adresse mit einem Geschäft für Haushalts- und Küchengeräte, Öfen, Herde etc. 1925 ist S. Press – also möglicherweise (Max) Salomon Press, zumal sein Vater bereits 1919 gestorben war – als Eigentümer des Geschäfts genannt.
Am 4. Juni 1927 heiratete Max Samuel Press in Heidelberg Sophie Weiner, am 24. November 1928 brachte diese die gemeinsame Tochter Ruth zur Welt.
Im Heidelberger Adressbuch findet sich von 1931 bis 1933 unter der Adresse Hauptstraße 123 der Eintrag Preß, Max, Kaufmann. Die Familie bewohnte das Haus mit insgesamt vier Parteien – neben anderen mit der verschwägerten Familie von Max Rennert, der ein Ausstattungsgeschäft betrieb.
Die Familie hat Deutschland bereits am 1. Juli 1933 verlassen und ist nach Israel emigriert. Sie hatte die aggressionsgeladene Stimmung etwa am 1. April 1933 miterlebt, als die NS-Regierung die Boykottaktionen gegen jüdisch geführte Geschäfte anlaufen ließ.
Die Zeitzeugin Frieda Hirsch schildert die Atmosphäre, vor der die Familie Press-Simon floh:
Wir Juden konnten die Schrecknisse zuerst einfach nicht für möglich halten. Jüdische Eltern ließen ihre Kinder noch im Zug mitmarschieren. Aber am 1. April, als die „spontane Volkswut“ verlangte, daß „schlagartig“ alle jüdischen Geschäfte und Betriebe geschlossen würden und alle Ärzte und Juristen Naziwachen vor's Haus bekamen, da wussten wir Bescheid.
Max Samuel Press nahm in Israel den Namen Simon an. Er starb dort im Jahr 1979.
Mehr zur Familie Press-Simon ab Seite 27
Datenschutz: Wir loggen und tracen nicht, und wir binden hier auch keine Ressourcen von Dritten ein. Kontakt/Lizenz/Quelltext