Klara Weiner (mitte hinten) mit Familie.
Klara Weiner wurde am 18. Januar 1894 in der damals zu Österreich-Ungarn gehörenden Bukowina (heute Ukraine) als Chaja Scheindel Rennert geboren.
1919 heiratete sie den Heidelberger Kaufmann Max Weiner, der in der Brückenstraße 4 eine Glas- und Porzellanwarenhandlung betrieb.
Ebenfalls 1919 brachte sie das erste Kind des Ehepaares, Änni, zur Welt, 1922 folgten die Zwillinge Manfred und Mia.
Die ganze Familie half im Geschäft mit, doch brach ab April 1933 im Gefolge der Boykottaktionen der neuen NSDAP-Regierung auch der Umsatz des Glas- und Porzellanwarengeschäftes der Weiners drastisch, nämlich um die Hälfte auf ca. 2500 RM jährlich, ein. Da sie wenig Hoffnung auf Besserung hatten, entschlossen sich die Weiners 1934 zur Auswanderung nach New York.
Das Umzugsgut der Weiners bestand, neben persönlichen Kleidungsstücken, aus: 2 Käckskörben, 1 Kaffeekanne, 15 Kaffeetassen mit Untertassen, sowie einem Garderobenständer. Ihren Hausstand und ihr Warenlager mussten sie in Heidelberg zurücklassen bzw. verkaufen. In der Kurzbiographie ihres Mannes wird die Geschichte der Versuche der Familie, Entschädigung zu erhalten, erzählt.
So überquerten sie den Atlantik mit von einem bereits in den USA lebenden Verwandeten vorgestreckten Schiffstickets 3. Klasse.
Wie das Leben der Familie Weiner sich im Einzelnen in New York gestaltete, wissen wir nicht. Was sicher blieb, war das Wissen darum und die Dankbarkeit dafür, in den USA überlebt zu haben, dem Naziterror physisch entkommen zu sein.
Klara Weiner ist im Jahr 1970 gestorben.
Datenschutz: Wir loggen und tracen nicht, und wir binden hier auch keine Ressourcen von Dritten ein. Kontakt/Lizenz/Quelltext